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Leitbild/Pädagogik

"Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. Wir müssen die günstigste Umgebung abgeben, damit an uns das Kind sich so erzieht, wie es sich durch sein inneres Schicksal erziehen muß."

Rudolf Steiner, Dornach am 20.4.1923 (GA 306)

Leitbild

Die Kindertagesstätte an der Freien Waldorfschule in Heidelberg arbeitet auf der Grundlage der Menschenkunde Rudolf Steiners und gestaltet familienergänzende Lebensräume für Kinder vom 1. Lebensjahr bis zum Schuleintritt auf der Basis der Waldorfpädagogik.

Der Waldorfpädagogik liegt ein Entwicklungsgedanke zugrunde, der dem Kind eine unverwechselbare Individualität zuspricht, die sich von Geburt bis zur Mündigkeit in ganz unterschiedlichen Stufen entfaltet. So betrachtet ist das Lernprinzip der frühen Kindheit bis zur Einschulung „Nachahmung und Vorbild", das Lernprinzip der ersten Schulzeit bis zur Pubertät dagegen „Nachfolge und Autorität". Erziehung ist immer Beziehung und im Leben mit den Kindern geht es um reale Lebenserfahrungen und nicht um technisch-virtuelle Scheinerfahrungen. Wir sehen unsere Bildungsaufgabe darinnen, die Lebens- und Entwicklungsbedürfnisse der Kinder in altersgemäßer Weise zu erkennen und zu begleiten. Darüber hinaus sehen wir in der Pflege der Gemeinschaftsfähigkeit eine große Aufgabe.

Unsere Kindertagesstätte ist von einer christlichen Grundhaltung geprägt, die jedoch nicht konfessionell gebunden ist. Die Jahresfeste und der Jahreszeitenlauf haben einen wichtigen und festen Platz im Leben mit den Kindern. Ziel unserer Erziehung soll eine gesundende Pädagogik sein im Sinne der Salutogenese (medizinisches Präventionskonzept, das zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit führt).

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns ein großes Anliegen. Sie findet in verschiedener Ausprägung und regelmäßig statt. Eltern und Kindertagesstätte bilden gemeinsam eine Erziehungspartnerschaft, die sich gegenseitig bereichert. Unsere Kindertagesstätte ist Teil der weltweiten waldorfpägagogischen Bewegung; als Einrichtung der öffentlichen Jugendhilfe in freier Trägerschaft arbeiten wir nach den gesetzlichen Vorgaben und Richtlinien und des Bildungs- und Orientierungsplanes von Baden-Württemberg.

Pädagogik

Waldorfpädagogik sieht in jedem Kind –ungeachtet seiner sozialen, ethnischen und religiösen Herkunft-  eine einmalige, unantastbare Individualität, die schon vor der Geburt und Konzeption existiert hat. Sie bringt aus ihrer Vergangenheit ein ganz persönliches Schicksal mit, verbunden mit zunächst noch verborgenen und dem Kind selbst nicht bewussten Begabungen für die Zukunft, die erst im späteren Leben nach und nach hervortreten.

Erziehung und Bildung haben die Aufgabe, den jungen Menschen auf seinem Weg der Selbstfindung zu unterstützen, damit er die in ihm liegenden Fähigkeiten und Intensionen entdecken und entfalten kann. In dem Maße, wie er fähig wird, immer mehr in Übereinstimmung mit sich selbst und den eigenen Zielen zu leben, ist er frei. Das versetzt ihn in die Lage, Verantwortung übernehmen zu können nicht nur für die eigene Entwicklung, sondern auch für die Entwicklung anderer Menschen, für die Erde als Lebensorganismus, für die kulturelle und wirtschaftliche Zukunft der Menschheit.

Erziehung und Bildung sollen diesen Weg zur Freiheit und Verantwortungsfähigkeit des Menschen unterstützen.

Das Menschenbild der Anthroposophie, das der Waldorfpädagogik zugrunde liegt, sieht den Menschen gegliedert in Leib, Seele und Geist. Der pädagogische Umgang orientiert sich ganzheitlich an dieser Dreiheit des Menschen, an den vier Wesensgliedern und an den Entwicklungsstadien des Menschen. Zu diesem Menschenbild gehört auch der Gedanke von Reinkarnation und Karma, das ist vielleicht der wesentlichste Unterschied zur traditionellen Pädagogik. Die geistige "Substanz" des Menschen ist unsterblich, sie lebt und entwickelt sich in neuen Inkarnationen weiter. Der Mensch ist für sein Schicksal selbst verantwortlich und hat die Aufgabe, es hier auf der Erde zu gestalten.

Die Begegnung mit dem Kind wird besonders für den Erzieher zur Frage der Selbsterziehung, denn er soll dem Kind je nach Entwicklungsstand als Vorbild, Autorität oder Gegenüber dienen. Für den Pädagogen steht die Frage im Vordergrund, wie kann ich dem Kind helfen, seine eigene Individualität zu entdecken und zu entfalten. Um dem Kind dabei helfen zu können, ist die eigene Weiterentwicklung des Pädagogen Voraussetzung. Rudolf Steiner hat dafür einen Schulungsweg beschrieben.

Es gibt kein festgelegtes Programm in der Waldorfpädagogik, jeder Pädagoge ist aufgefordert, aus eigener Verantwortung die Erziehung der Kinder zu gestalten.


In der Institution einer Waldorf-Kindertageseinrichtung verbinden sich drei Elemente:

1.

Die Erziehungsidee der Waldorfpädagogik

2.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse

3.

Das gemeinsame Engagement von Eltern und Pädagogen

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Mittelgewannweg 16
69123 Heidelberg

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